>Hypothese< Microsoft's missing blueprints

Im ersten Semester einer Hochschule lernt der Student, dass es beim Entwickeln von Software wichtig ist, sogenannte Domain Models zu erstellen, also übersichtliche Grafiken der einzelnen Software Komponenten und wie diese untereinander verknüpft sind. Nehmen wir z.B. das Beispiel von Exchange, dort gibt es eine Komponente die Mails empfängt, eine die Mails versendet, eine die mit Handheldgeräten kommuniziert, etc… Microsoft tendiert dazu, zu allem ein sehr einfaches Userinterface zu machen, auf welchem es «Pfade» hat für alltägliches. Das Userinterface hat aber meist komplett nichts mit den darunter liegenden Modulen zu tun. Dies stellt kein Problem dar, so lange die Software macht was sie tun soll. Somit wird sich der Benutzer im Normalfall auch nicht darum kümmern, wie die darunter liegenden Software Komponenten aussehen. Im Falle eines Fehler stellt sich aber das Problem, dass er komplett aufgeschmissen ist, weil seine Welt und die Welt darunter so komplett anders sind. Mein Vorschlage an Microsoft wäre, die GUI ein bisschen näher an die Unterliegende Schichten anzupassen, so dass der Normale Benutzer bei der täglichen Arbeit auch Verständnis für die «reale» Welt der Softwarearchitektur entwickelt. Und da in dieser neuen Weltordnung diejenigen welche die Pläne der Systemebene haben Probleme verursachen können die in der GUI Ebene nicht lösbar sind, sollten wir genügend Leute ausbilden, damit unser Abhängigkeitsverhältnis nicht noch grösser wird.

Ein kleiner Nachtrag noch, durch das herumspielen mit dem GUI und mit Trial und Error kann man einigermassen die Funktionsweise diese Blackboxen mit GUI herausfinden und sich in seinem Kopf diese Domain Models bilden, was einem hilft beim nächsten Fall mit der Selben Blackbox und einem ein wohlig warmes Gefühl gibt, weil man nun ein Geheimnis entdeckt hat, aber es wäre viel effizienter, wenn entsprechende Domain Models in die Software integriert wären und nicht hundertseitige MSDN Artikel in Prosa, wo der Author dieses Textes das Domain Model auch in seinem Kopf hat.

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