Der eine oder andere Kunde würde wohl dahinter kommen, «ich wurde abgezockt». Er würde gegen die entsprechende Juristische Person vorgehen und seine Wut dem Menschen am Schalter oder am «Front»-desk auslassen. Dieser ist aber nur menschliches Schutzschild oder Boxsack oder Bunchingball, somit würde man einen braven Mitmenschen treffen, der nichts dafür kann, für die Machenschaften seiner Firma. Es wäre auch höchst unwahrscheinlich, dass Menschen, die Illegitim Operieren würden den Mut hätten am Frontdesk zu stehen. Somit sollte man jeweils wenn man von einer Juristischen Person geprellt wird eine kleine Notiz machen:
«junge Jungs und Mädels am Schalter / Frontdesk, ihr seid nicht gemeint».
Das ist mir das erste mal aufgefallen als ein Kunde eines ehemaligen Arbeitgebers genau das zu mir gesagt hat. Dann steht man vor der Wahl,
-Pro Kunde führt im Normalfall dazu dass man seine Stelle verliert.
-Pro Firma führt dazu dass man sich ein bisschen mehr Sünden auf seine Seele lädt.
-Dann gibt es noch die dritte Möglichkeit: versuchen das Problem auf technischer Ebene irgendwie zu lösen. Das funktioniert relativ gut, und man erweitert seine eigenen technischen Fähigkeiten. Der Kunde ist auch glücklich ja und der Chef, der Chef wird höchstwahrscheinlich wieder mal sagen: «Weshalb hat das so lange gedauert». Falsch wäre in diesem Falle zu sagen, weil unser Produkt mist ist (auch wenn es das ist) würde man wohl wieder bei dem Punkt ankommen wo man sich eine neue Stelle suchen muss.
Es gibt jedoch auch gute Firmen, doch die sind so weit ich das beurteilen kann eher selten:
Ein Mensch baut etwas auf, mit Leib und Seele, ein Produkt hinter dem er stehen kann, dann Arbeitet er sich in die Betriebswirtschaft ein bis am Schluss das Geld sein Gott ist.
Während er mit dem einzigen «Professor of Wine» in der Schweiz Wein degustieren geht, veraltet sein Produkt langsam. Vermutlich wird er durch die Kontakte die er durch das Wein degustieren geknüpft hat z.B. an einen Medieninhaber geraten, und er wechselt sein Berufsfeld zum eintreiben von Medienrechten, denn mit den Medienrechten ist das so eine Sache, die muss man nur Pflücken, seit dem Internet könnte man damit wohl gutes Geld verdienen, es hat doch jeder Mensch der Internetgeneration schon einmal etwas herunter geladen. Das ist zwar per Schweizer Gesetz legitim aber man kann dieses Geld auch eintreiben ohne das Gesetz zu verwenden. Ich denke da laufen grad Beta Tests dazu. Sobald wir etwas wie ACTA haben, kann jeder Mensch unter dreissig unter generalverdacht gestellt werden. Sobald etwas wie Megaupload in die Hände dieser Leute gerät kann an Hand der Logfiles wohl eine genaue Liste erstellt werden, vollautomatisch, auf Knopfdruck. Datenschutztechnisch illegitim aber diese Leute haben eh nicht vor den offiziellen Weg zu gehen. Diejenigen welche ihr Zeugs «nachlizenziert» hätten würden jedoch zum Problem für diese Leute werden: Sie sind in diesem Sinne keine Sünder mehr und würden auch nicht kuschen, und dabei würde sich dann der wahre Charakter der Leute zeigen, die digitalen Ablasshandel betreiben: Digitale Schweine Priester.