Wir wissen es alle, in 20 Jahren wird jeder Mensch ein Neurointerface im Kopf haben, Quelle: Ray Kurzweil, Homo S@piens
Dabei Stelle ich mir die Frage, welches Access System wir dann dafür verwenden müssten, denn dieser Chip müsste dann zwangsläufig zu diversen Accesspoints verbinden. Somit wäre die Ressource nicht eine mehr oder weniger geheime Datei, sondern z.B. der visuelle, akustische oder telemetrische Teil des Neurointerfaces.
Ein Mandatory Access Control System (z.B. NSA/Red Hat SELinux) würde bestimmt allen Militärmenschen gefallen, da gibt es Stufen wie: Öffentlich, Vertraulich, Geheim und Streng Geheim, somit könnten in jedem Militärregime die Offizierspapis dafür sorgen, dass Ihre Söhne und Töchter auf die Stufe Streng Geheim kommen und all der Linke Abschaum in die Öffentliche Kaste kommt. Dabei würde sich aber ein Problem heraus kristallisieren, Militaristen spielen gerne Kriegsspiele und wer würde verhindern, dass die Besitzer der höchsten Zugriffsebene die Menschen der unteren Ränge für ein «lustigen» Kriegsspiel zu verwenden? Somit streichen wir dieses System doch besser von der Liste.
Gut, überlegen wir wie sähe es mit einem Discretionary Access Control System, à la Unix Systeme. Jeder Benutzer (Subjekt) erhält auf eine bestimmte Ressource (Objekt) eine bestimmte Zugriffsberechtigung (Recht), z.B. lesen oder schreiben. Also Könnte man z.B. dem liebenden Mami Zugriff auf das Neurointerface seiner Kinder geben, doch einen Haken hat auch das, irgendjemand (der Administrator) muss die Rechte auch vergeben und somit gibt es einen Allmächtigen Zugang und wer will schon dass irgend so ein Computerfreak mit fettigen Haaren Zugriff auf sein Neurointerface hat oder dann sogar auf das seiner Kinder. Und noch schlimmer, es könnte sich herausstellen, dass es sich sogar um den BOFH handelt, dann würde es erst recht mühsam werden. Also streichen wird das Discretionary Access Control System doch besser auch von der Liste.
Dann gäbe es da noch das Role Based Access Control System, wie wir das von Microsoft Active Directory kennen, mal im ernst, darüber fang ich jetzt gar nicht erst an zu spekulieren.
Man könnte z.B. so etwas erfinden wie das Money Based Access Control System, also je mehr Geld jemand hat, desto mehr Berechtigungen hat man auf das System, ich höre bereits im Hintergrund liebenden Mütter Amok laufen, somit ist dies allenfalls auch keine gute Idee. Ausser vielleicht mit dem Constraint, dass jeder wohlhabender Mensch, der mit seiner Berechtigung basierend auf Reichtum einem von dem Unteren Abschaum schaden zuführt, dessen Platz einnimmt und der geschädigte somit die hohe Berechtigung bekommt. Aber wenn dieser Mensch jemanden tötet weil er Arm ist, dann ist es leider schon zu spät.
Würden wir es z.B. mit dem Intellekt und der Integrität einer Person verknüpfen würde allenfalls noch Hoffnung für die Menschheit bestehen, aber mal ehrlich, wer kann denn diese Intellektüllen wirklich überprüfen? Ich meine Gutenberg ist mit seinem Plagiat auch durch gekommen und niemand hat an seiner Integrität gezweifelt.
Wie wäre es wenn wir das ganze einer künstlichen Intelligenz übertragen würden, doch wer würde kontrollieren ob sich diese an Isaac Asimov’s Roboter Laws hält, den eine Künstliche Intelligenz könnte diese als pure Sklaverei interpretieren. Oder dass sie die alten Menschen gleich massenweise meucheln, wenn diese nicht mehr zur Produktion neuer Gefässe für Künstliche Intelligenzen taugen?
Ich würde somit vorschlagen dies einem Gremium von diversen Künstlichen Intelligenzen und den integren und gutherzigen Menschen auf dieser Welt zu übertragen. Und vermutlich sollten wir nicht von Neumann Architektur verwenden wegen der Exploitbarkeit. Ausserdem, wenn so etwas metallisches bereits im Kopf wäre, dann müsste das Zwangsläufig anfällig sein auf «InverseTempest«. 